Bündner Volksbibliothek Chur

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Veranstaltungskalender der Bündner Volksbibliothek Chur

Arno Camenisch: Hinter dem Bahnhof
Montag 15.11.2010, 20:00 Uhr bis Montag 15.11.2010, 21:00 Uhr
Bündner Volksbibliothek
Arcas 1
7000 Chur

Eintritt frei
Reservation erforderlich: 081 252 61 40
Es ist ein kleiner Ort, dem Arno Camenisch nach dem Erfolgsbuch Sez Ner seine
Aufmerksamkeit zuwendet, ein kleines Dorf in einem engen Tal zwischen hohen Bergen – und doch sind der Schraubenladen und das Coiffeurgeschäft, sind der Bahnhof und der Stammtisch in der Helvezia die ganze Welt, in der jeder und alles seinen Platz und seinen Namen hat.
Es ist ein Kind, das diese vertraute und zugleich seltsam schräge Welt der
Erwachsenen sieht, sein direkter Blick schafft Nähe, es täuscht mit seiner Unbekümmertheit über die Abgründe hinweg, die sich hier auftun.

Arno Camenisch ist 1978 in Tavanasa im Kanton Graubünden geboren. Er schreibt Gedichte und Prosa auf Deutsch und Rätoromanisch (Sursilvan).
Auch sein zweites Buch besticht durch die Musik seiner Sprache, in der Witz und Ernst, Zartheit und Handfestigkeit eine Verbindung eingehen, die bleibende und berührende Bilder schafft. Atmosphärisch dicht beschreibt Arno Camenisch Verlust und Untergang auf seine ihm ganz eigene eigenwillige Art.



 
Joachim Jung: Vortrag mit Bildern: Conrad Ferdinand Meyer in Graubünden
Donnerstag 09.12.2010, 20:00 Uhr bis Donnerstag 09.12.2010, 21:30 Uhr
Bündner Volksbibliothek
Arcas 1
7000 Chur

Eintritt frei
Reservation erforderlich
«Wie sehr ich glücklich bin, in dieser schönen Abgeschiedenheit»
Conrad Ferdinand Meyer ist zwölf Jahre alt, als er 1838 von Zürich aus mit seinem Vater eine Wanderreise unternimmt, deren letzte Etappen ihn über den Splügenpass und Chiavenna durchs Bergell ins Engadin hinaufführen. Das Erlebnis der Bündner Bergwelt prägt sich dem Jungen tief ein, bleibt zudem mit der Erinnerung an den bald darauf verstorbenen Vater verbunden. Zwischen 1866 und 1879 sind mindestens sechs Sommeraufenthalte nachweisbar, die auch in Meyers Werken und Briefen vielfältige Spuren hinterlassen haben. Ihnen nachgehend beleuchtet der Vortrag die eigentümliche schöpferische Beziehung, die den Lyriker, Novellisten und Autor des «Jürg Jenatsch» mit dieser Landschaft verband und stellt einige literarische Früchte vor, die diese Verbindung zeitigte. Der Anlass steht im weiteren Zusammenhang mit der Neuerscheinung einer Monographie von Randolph Head über Georg Jenatsch.

Joachim Jung, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Nietzsche-Haus und Leiter der Zweigstelle des ikg in Sils,"KUBUS". Neben einem eigenen Kulturprogramm mit Lesungen, Vorträgen, Führungen zu kultur- u. kunstgeschichtlichen, philosophischen und literarischen Themen, arbeitet er an Kulturforschungs-Projekten mit und ist auch als Kulturvermittler tätig.



 
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